Alle Artikel in: Ängste

Für die S(ch)atzkiste #76

»Wer weiß, wahrscheinlich gibt es alle möglichen Dinge, die sich in einer bestimmten Art und Weise entwickeln, weil wir es so wollen. Zum Beispiel die Leute, die immer das Schlimmste befürchten und unentwegt davon sprechen. Und dann wundern sie sich, wenn das Schlimmste tatsächlich eintritt. Sie merken nicht, dass sie in Wirklichkeit einen Wunsch formuliert haben.« (Francesc Miralles: »Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen«)

Für die S(ch)atzkiste #61

»Du beißt die Zähne zusammen. Du siehst zur Decke. Du sagst dir, es tut ihnen weh, wenn sie dich weinen sehen, und dann bist du nur noch ein Kummer in ihrem Leben, und weil du kein Kummer sein willst, darfst du nicht weinen, und das alles redest du dir ein, während du zur Decke siehst, und dann schluckst du, obwohl sich deine Kehle nicht schließen will, und siehst den Menschen, der dich liebt, an und lächelst.« (John Green: »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«)

Für die S(ch)atzkiste #56

»Vielleicht ist das, was wir Intuition nennen, nur der für uns spürbare Teil eines uns innewohnenden Selbst, das gelegentlich die Führung über unser Leben übernimmt. Dieser Gedanke ist zumindest seltsam, wenn nicht gar beunruhigend, denn über eine solche versteckte ›Stimme‹ hat nicht einmal der rationalste Mensch Kontrolle« (Francesc Miralles: »Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen«)

Für die S(ch)atzkiste #16

»Wenn man nachts nicht schlafen kann, dann vermehren sich die Sorgen, sie schwellen an und wachsen, je mehr Zeit voranschreitet, desto düsterer werden die Tage, die vor einem liegen, das Schlimme wird zum Erwartbaren, nichts scheint mehr möglich, überwindbar, nichts scheint mehr ruhig. Die Schlaflosigkeit ist die dunkle Seite der Phantasie.« (Delphine de Vigan: »No & ich«)