Monate: März 2014

[REZENSION] Jen Minkman: »Die Insel«

Jen Minkman Die Insel Originaltitel: Het Eiland 1. Auflage, 2014 E-Book Seiten: 150 Vielen Dank an die Autorin für das Leseexemplar! Die sechzehnjährige Leia lebt auf der Insel, einer Welt, in der Kinder ihre Eltern mit zehn Jahren verlassen und fortan auf einem Landgut zusammenleben, bis sie einen Partner finden und heiraten. Erst dann ziehen sie zurück nach Newexter, das Dorf der Erwachsenen. So will es die Schrift, ein uraltes Buch, welches das Leben der Inselwohner bestimmt. Doch auf der Insel sind sie nicht allein. Die Mauer trennt sie von den Narren: Menschen, die nicht nach der Schrift leben, sondern an Illusionen glauben. Wie zum Beispiel daran, dass es hinter dem Horizont noch viel mehr gibt als die kleine Insel und dass eines Tages jemand aus dieser Welt zu ihnen kommen wird. Dabei weiß doch jeder, dass es dort draußen weit und breit nichts anderes gibt als Wasser! Leias Glaube gerät jedoch ins Wanken, als sie eines nachts beobachtet, wie Saul – der tyrannische Anführer im Gutshof – und seine Schergen einen verletzten Mann einsperren. Wer …

[REZENSION] Emma Healey: »Elizabeth wird vermisst«

Emma Healey Elizabeth wird vermisst Originaltitel: Elizabeth is missing Lübbe 1. Auflage, 2014 broschiert Seiten: 346 ISBN: 978-3-7857-6110-6 Die 82-jährige Maud sucht ihre beste Freundin. Seit Wochen hat sich Elizabeth nicht mehr gemeldet und auch in ihrem Haus ist sie nicht. Doch immer, wenn Maud mit jemandem über Elizabeths Verschwinden reden will, reagieren die Menschen um sie herum genervt oder ignorieren sie einfach. Niemand glaubt ihr. Und oft ist Maud nicht einmal mehr sicher, ob sie sich selbst noch glauben kann. Denn Maud leidet an Alzheimer. Innerhalb von Minuten hat sie manche Dinge vergessen. Zur Erinnerung schreibt sie sich wichtige Dinge auf kleine Notizzettel. Und immer wieder taucht Elizabeth in ihren Notizen auf. Elizabeth wird vermisst, da ist sich Maud sicher. Aber warum will ihr niemand helfen? Warum hört ihr niemand zu? Gemeinsam mit dem Leser macht sich Maud auf die Suche nach Elizabeth, stellt Nachforschungen an und gibt sogar Vermisstenanzeigen auf. Dabei geraten Gegenwart und Erinnerung immer mehr durcheinander, denn Elizabeth ist nicht die einzige, die Maud vermisst: Als Maud noch ein Kind war, …

Montagsfrage: Rezensionen vor oder nach dem Lesen?

Liest du Rezensionen zu einem Buch vor oder nach dessen Lektüre? Das kommt ganz darauf an: Wenn das Buch sowieso schon auf meiner Wunschliste steht und ich ganz sicher bin, dass ich es unbedingt lesen will, dann ignoriere ich Rezensionen im Vorfeld meistens oder lese maximal das Fazit, weil ich dann so wenig wie möglich über den Inhalt des Buches wissen möchte. Wenn mir das rezensierte Buch aber noch unbekannt ist oder ich nicht sicher bin, ob es was für mich wäre, dann lese ich Rezensionen, um mehr darüber zu erfahren und mich zu entscheiden. Dadurch sind schon viele Bücher überhaupt erst auf meine Wunschliste gewandert und ich habe Bücher entdeckt, die mir sonst wahrscheinlich nie aufgefallen wären. Deshalb finde ich es auch toll, wenn Blogger nicht nur die neusten Neuerscheinungen rezensieren, sondern auch ältere und unbekanntere Bücher. Hier kann man einfach so viele Schätze entdecken! Nach der Lektüre lese ich Rezensionen dann eher durch Zufall, wenn ich darüber stolpere und neugierig bin, ob andere Leser das Buch genauso empfunden haben wie ich. Am interessantesten …

[REZENSION] Marie-Sabine Roger: »Das Leben ist ein listiger Kater«

Marie-Sabine Roger Das Leben ist ein listiger Kater Originaltitel: Bon rétablissement Atlantik 1. Auflage, 2014 Hardcover Seiten: 224 ISBN: 978-3-455-60002-5 Jean-Pierre wacht auf und kann sich an nichts erinnern. Er ist in die Seine gefallen, ein junger Mann hat ihm das Leben gerettet. Jetzt liegt er im Krankenhaus, ein Alptraum für den Einzelgänger. Über zu viel Besuch kann sich der verwitwete Rentner ohne Kinder oder Hund zwar nicht beklagen, aber alleine ist er trotzdem nie. Ständig geht ihm jemand auf die Nerven: Die vierzehnjährige Maëva hat es auf seinen Laptop abgesehen. Maxime, ein junger Polizist, versucht herauszufinden, wie Jean-Pierre in der Seine gelandet ist, wobei die beiden ihre gemeinsame Leidenschaft für Schwarzweißfilme entdecken. Der gutherzigen Krankenschwester Myriam wächst der alte Griesgram mit Galgenhumor so ans Herz, dass sie ihn zu ihrem Lieblingspatienten ernennt. Und dann ist da noch Camille, der Student, der Jean-Pierre aus der Seine gefischt hat. Allen zusammen gelingt es nach und nach, Jean-Pierre zurück ins Leben zu holen – denn zum Leben ist es bekanntlich nie zu spät. Nachdem ich von Marie-Sabine …

Monatsrückblick Februar 2014

Die letzten Tage war es mal wieder viel zu ruhig im Hause Bücherei, aber heute gibt es mit einer Woche Verspätung nun den Rückblick auf den Februar. Gelesen Fünf Bücher habe ich im Februar gelesen. Dabei gab es diesmal keine großen Ausreißer nach oben oder unten, die Skala bewegt sich durchgehend zwischen drei und vier Eiern. Goldene und faule Eier Diesen Monat fällt es mir wirklich schwer, goldene und faule Eier zu vergeben. Keins der Bücher, die ich im Februar gelesen habe, hat mich so richtig vom Hocker gehauen und keins hat mich wirklich enttäuscht. Das faule Ei werde ich diesmal deshalb nicht vergeben. Das goldene Ei geht an »Das Leben ist ein listiger Kater«, weil ich mich so sehr auf dieses Buch gefreut habe und Marie-Sabine Roger mir mit ihrem Schreibstil wieder einmal einige unterhaltsame Lesestunden geschenkt hat. Rezensiert Erin Hunter: »Survivors 1 – The empty city« Neu im Regal Im Februar sind insgesamt sechs neue Bücher in meinem Regal eingezogen. Zwei davon habe ich sofort verschlungen, das dritte habe ich angefangen. Wichtiges im …

Montagsfrage: Was tun mit gelesenen Büchern?

Die letzten Montagsfragen habe ich entweder verpasst (so eine Woche geht manchmal viel zu schnell rum …) oder hatte keine Antwort darauf. Aber heute hat Nina wieder eine interessante Frage gestellt, die da lautet: Was machst du mit deinen gelesenen Büchern? Bis vor Kurzem habe ich mir über die Frage kaum Gedanken gemacht. Gelesenes wanderte ins Bücherregal oder schlummerte auf dem E-Reader den ewigen Schlaf der gelesenen Bücher. Allerdings nähert sich mein Regal langsam aber sehr sicher dem Punkt, an dem einfach nichts mehr hineinpasst. Zumindest nicht ohne die Bücher irgendwie unschön stapeln zu müssen. Und in unserer kuscheligen Zwei-Zimmer-Wohnung ist kein Platz für weitere Regale. Deshalb freunde ich mich derzeit mit dem Gedanken an, gelesene Bücher auch wieder loszuwerden, vor allem diejenigen, die ich sowieso nicht besonders toll fand oder an denen mein Leserherz einfach nicht hängt. Mein erster Gedanke war »Hey, lass uns die Bücher wieder zu Geld machen!« – Mit Geld lassen sich immerhin neue Bücher kaufen. 😛 Beim Blick auf Amazon, Rebuy, Momox und Co. tränten mir dann schnell die Augen und …