Monate: Juni 2013

Für die S(ch)atzkiste #116

»›Stell dir das Leben vor wie ein großes Haus mit vielen Zimmern. Einige dieser Zimmer sind leer, andere voller Gerümpel. Manche sind groß und voller Licht, und wieder andere sind dunkel, sie verbergen Schrecken und Kummer. Und ab und zu […] öffnet sich die Tür zu einem dieser schrecklichen Zimmer, und du musst hineinsehen, ob du willst oder nicht. […] Dann denkst du daran, dass es dein Leben ist – dein Haus, mit deinen Zimmern. Du hast die Schlüssel. Also schließt du die Tür zu diesem schrecklichen Zimmer einfach zu.‹›Und dann werfe ich den Schlüssel weg!‹›Nein, das darfst du nicht tun, niemals. Denn eines Tages spürst du vielleicht, dass nur durch dieses schreckliche Zimmer der Weg in einen größeren, schöneren Teil des Hauses führt. Und dann brauchst du den Schlüssel.‹« (Andreas Steinhöfel: »Die Mitte der Welt«)

SuB-Nachschub im Juni

Mein SuB war Ende Mai so schön geschrumpft, dass es in den letzten Wochen an der Zeit war, ihn mal wieder ein wenig zu füllen. Eigentlich war dafür eine Buchbestellung geplant, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So liefen mir die Bücher eher vereinzelt und spontan zu. Mein Lesestapel sieht derzeit deshalb so aus: »Wakolda« und »Der Radfahrer von Tschernobyl« hatte ich bereits erwähnt. Auf die diversen Bennetts und de Castros im roten Einband gehe ich jetzt mal nicht einzeln ein. Bei einer Veranstaltung im Rahmen von 24 Stunden Buch (über die ich eigentlich hatte berichten wollen, aber dazu kam es dann leider doch nicht) bzw. danach liefen mir in der veranstaltenden Buchhandlung »Der 13. Gast« und »Und dann kam Paulette« über den Weg und wurden spontan gekauft. Und gestern sprangen mich in der kleinen Buchhandlung um die Ecke (deren Besuch eigentlich gar nicht geplant war) noch »In dieser ganz besonderen Nacht« und »Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war« an. Letzteres war eine von diesen Zufallsentdeckungen, die …

Für die S(ch)atzkiste #112

»Wenn man mal damit anfängt, sein Herz auszuschütten, weiß man nie, wo einen das hinführt. Man meint, man packt zwei, drei Sachen aus und nichts weiter, aber das ist, wie wenn man Seife auf die Treppe geschmiert hat: ein Schritt zu viel und bums, schon liegt man unten, total im Eimer, weil man so viel gesagt hat.« (Marie-Sabine Roger: »Das Labyrinth der Wörter«)