Monate: Mai 2013

[REZENSION] Joanne Horniman: »Über ein Mädchen«

Joanne Horniman Über ein Mädchen Originaltitel: About a girl Carlsen 1. Auflage, 2013 Hardcover Seiten: 222 ISBN: 978-3-551-58271-3 Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar! Inhalt Anna ist schüchtern und einsam – bis sie Flynn trifft, zuerst mit Gitarre auf der Bühne, dann im Café, dann mit vollen Einkaufstüten auf der Straße. Beide fühlen sich unwiderstehlich zueinander hingezogen. Zusammen zeichnen sie, essen Bananenkuchen, träumen, baden, lachen – und lieben sich. Doch auch zwischen Liebenden gibt es Geheimnisse. Meine Meinung »Über ein Mädchen« ist ein Buch, das in der Buchhandlung zwischen all den leuchtenden Glitzercovern kaum auffallen dürfte. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist es wunderschön – nicht nur von außen. »Und überhaupt ist jeder auf seine eigene Art anders.« So wie das Äußere des Buches eher in zurückhaltendem Pastellrosa und Rosendruck daherkommt, setzt auch der Roman selbst auf die leisen Töne. Er erzählt die Geschichte der neunzehnjährigen Ich-Erzählerin Anna, die viele Meilen von Zuhause weggezogen ist, um Abstand zu ihrer Vergangenheit zu gewinnen und ein neues Leben anzufangen. Zurückgezogen und schüchtern lebt und arbeitet sie …

[REZENSION] Martin Page: »Antoine oder die Idiotie«

Martin Page Antoine oder die Idiotie Originaltitel: Comment je suis devenu stupide Wagenbach 4. Auflage, 2009 Taschenbuch Seiten: 135 ISBN: 978-3-8031-2489-0 Inhalt Froh zu sein, bedarf es wenig, sofern man es schafft, vor den Übeln der Welt die Augen zu verschließen. So denkt zumindest Antoine, denn er ist fest davon überzeugt, dass sein fehlendes Glück im Leben nur seiner Intelligenz geschuldet ist.  Und so nimmt er sich vor, aktiv den Verstand zu verlieren. Meine Meinung »Antoine oder die Idiotie« wurde mir vor ein paar Wochen empfohlen und da der Klappentext interessant klang und sich ein bisschen wie Die fabelhafte Welt der Amélie anhörte, lag das Buch kurze Zeit später auf meinem Nachttisch. Und tatsächlich scheint der fünfundzwanzigjährige Antoine ein wenig wie der kleine Bruder von Amélie. Er lebt als ewiger Student in den Tag hinein und streift durch Paris, während um ihn herum lauter kleine Merkwürdigkeiten passieren. So hat Antoine einen besten Freund, der im Dunkeln leuchtet, und eine lesbische Freundin, die Achterbahn fährt, um schwanger zu werden (etwas, das Antoine ziemlich auf den Magen …

Wo wohnt euer SuB?

Mit meinem Stapel ungelesener Bücher bin ich derzeit recht zufrieden. Sechs Bücher und zwei E-Books sind ja eher ein Stäpelchen. Und seit wir unser Bücherregal gekauft haben, bin ich auch sehr zufrieden mit dem “Wohnort” meines SuBs. Der hat es sich nämlich in einem kleinen Körbchen im untersten Fach des Regals bequem gemacht: Das praktische daran (für mich jedenfalls, da ich keine großen Lesestapel mehr aufkommen lassen will): in die Körbe passt nur eine begrenzte Anzahl von Buchseiten. 😉 Derzeit sieht es in der Kiste auch schön luftig aus: Im Korb nebenan wohnt mein E-Reader, wenn er nicht gerade in der Tasche mitkommt. Das dritte Körbchen ist bisher leer – und von mir aus kann das auch erstmal so bleiben. Ich finde meinen süßen kleinen Mini-SuB nämlich sehr angenehm. 😉 Und wie wohnt euer SuB?

Angefangen – oder doch nicht?

In letzter Zeit klappt es mit dem Lesen wieder ziemlich gut (was möglicherweise auch daran liegen könnte, dass mein Lesestoff derzeit etwas abwechslungsreicher aussieht und nicht nur aus einem Jugendbuch nach dem anderen besteht). So habe ich in den letzten paar Tagen sowohl »Über ein Mädchen« als auch »Der verlorene letzte Ball« ausgelesen. Völlig unterschiedliche Bücher, die doch viele Gemeinsamkeiten haben – eine besondere Beziehung zu einem anderen Menschen, Geheimnisse, Unwahrheiten und vor allem ein Ende mit bitterem Beigeschmack. Die Bücher sind ja beide nicht besonders dick und nachdem sie mich einmal gepackt hatten, konnte ich beide nicht mehr aus der Hand legen. Die Rezensionen dazu folgen so schnell wie möglich, derzeit suche ich noch nach Worten. Wer mein Blog regelmäßig besucht, hat gesehen, dass schon seit Donnerstag ein neues Buch links unter der Überschrift »Ich lese gerade« steht: Jay Ashers »Wir beide, irgendwann«. »Es ist Mai 1996 und die sechzehnjährige Emma bekommt ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freundes Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 …

[REZENSION] Frédérique Deghelt: »Frühstück mit Proust«

Frédérique Deghelt Frühstück mit Proust Originaltitel: La grand-mère de Jade Rütten & Loening 2. Auflage, 2011 Hardcover Seiten: 274 ISBN: 978-3-352-00792-7 Inhalt Das Schicksal führt Mamoune und ihre umtriebige junge Enkelin Jade unter einem Pariser Dach zusammen. In ihrer ungewöhnlichen Zweier-WG lernen Großmutter und Enkelin sich neu kennen und lieben. So entdeckt Jade eines Tages, dass die alte Dame heimlich liest – war sie nicht Analphabetin? Nein, Mamoune bekennt, dass sie ihrem Mann, einen einfachen Bauern, ein Leben lang mit Proust, Joyce und Musil betrogen hat. Umgekehrt entdeckt Mamoune, dass Jade an einem Buch schreibt. Über die gemeinsame Leidenschaft fürs Lesen kommen sich die beiden Frauen immer näher. Und dann macht sich Mamoune daran, der Enkelin einen Verlag zu besorgen. Meine Meinung »Frühstück mit Proust« war eins jener Bücher, die ich durch Zufall entdeckt habe und bei denen ich von Titel und Klappentext sofort angetan war. Die Zusammenfassung klang nach einer Mischung aus »Das Labyrinth der Wörter« und »Zusammen ist man weniger allein« – zwei Büchern, die ich zu meinen absoluten Lieblingsschmökern zähle. Vielleicht lag …

Monatsrückblick April 2013

Da ist doch tatsächlich schon wieder ein Monat vergangen. Unglaublich, wie die Zeit verfliegt … Seit sieben Wochen befinde ich mich nun im Praxissemester in der Verlagsherstellung und darf Bücher nicht mehr nur lesen, sondern auch machen. In den letzten Wochen sind die Aufgaben interessanter und anspruchsvoller geworden, was natürlich viel mehr Spaß macht. Nur macht das ganze Am-Computer-Sitzen auch ziemlich müde, ganz besonders meine Augen, weshalb es mit dem Lesen nicht immer so schnell vorangeht, wie ich es gern hätte. Abends fallen mir einfach viel zu oft die Augen zu. Aber dafür lerne ich nicht nur, wie man Bücher macht, sondern auch viele interessante Bücher kennen, die mir sonst vermutlich nie aufgefallen wären. Mit meinem Vorhaben, alle “Altlasten” loszuwerden (sprich: zu lesen), die noch so auf dem Lesestapel gammeln, verträgt sich das natürlich weniger gut. Trotzdem war ich damit bisher recht erfolgreich. Von meinem “Weihnachtsstapel” sind nur noch fünf Bücher übrig, wobei ich die beiden Felidae-Romane fürs Erste hinten angestellt habe. Dazu kommen drei neue Bücher, die aber alle sehr dünn sind, und zwei …