Jahr: 2011

Für zwischendurch.

Gerade bin ich von einer zweitägigen Exkursion zum Ravensburger Verlag (Unglaublich, was es für gigantische Puzzle gibt!) zurück in meine Wohnung gekommen. Eigentlich bin ich hundemüde, aber ich will das Blog mal nicht ganz verstauben lassen. Vor der Exkursion habe ich Ransom Riggs’ “Die Insel der besonderen Kinder” zu Ende gelesen, um das dicke Hardcover nicht im Rucksack mitschleppen zu müssen. Der Roman war spannender, als ich erwartet hatte, auch wenn mich das Ende nicht zufriedenstellt. Dazu mehr in der Rezension, die hoffentlich noch diese Woche meinen Kopf verlässt. Gestern auf der Zugfahrt begleitete mich deshalb dann “Dash & Lilys Winterwunder”: “Als der sechzehnjährige Dash kurz vor Weihnachten ein Notizbuch findet, in dem ein unbekanntes Mädchen ihn zu einem wundersamen Such-und-Find-Spiel auffordert, nimmt er die Herausforderung an. Doch er spielt das Spiel nach seinen eigenen Regeln. Abwechselnd schicken sich Dash und Lily durchs weihnachtliche New York, doch ihr erstes Treffen zögern sie hinaus, bis es beinahe zu spät ist …” Da ich mich dieses Jahr das erste Mal seit Langem wieder auf Weihnachten freue, hatte …

Für die S(ch)atzkiste #16

»Wenn man nachts nicht schlafen kann, dann vermehren sich die Sorgen, sie schwellen an und wachsen, je mehr Zeit voranschreitet, desto düsterer werden die Tage, die vor einem liegen, das Schlimme wird zum Erwartbaren, nichts scheint mehr möglich, überwindbar, nichts scheint mehr ruhig. Die Schlaflosigkeit ist die dunkle Seite der Phantasie.« (Delphine de Vigan: »No & ich«)

Buchpost im Dezember 2011

Heute war ein postreicher Tag bei mir. Zuerst klingelte heute Morgen der Postmann, um eine Büchersendung abzuliefern. Dabei hatte er es wohl ziemlich eilig, denn ich konnte nur den Türöffner drücken und hören, wie er “POOOOOST!” durchs Treppenhaus brüllte. Als ich unten ankam, war der gute Mann schon wieder verschwunden. Die Büchersendung hatte er aber natürlich dagelassen und innen neben die Tür gestellt. Dabei kam die Büchersendung mehr oder weniger unerwartet, denn drin war die Anthologie “Luftschlösser” von Papierfresserchens MTM-Verlag. Ich hatte vor Monaten bei einer Ausschreibung mitgemacht und einen meiner Kurztexte eingesandt, der tatsächlich auch einen Platz im Buch ergattert hat. Später am Nachmittag kam dann noch das heiß erwartete Paket von Amazon. Erwartet war es zwar nicht wegen der Bücher, aber um die Versandkosten zu sparen, waren mal wieder welche dabei. Diesmal ein paar, die schon länger auf meiner Wunschliste standen und was für den Winter: Damit ist mein Lese-Stapel mal wieder etwas gewachsen. Aber es stehen ja bald zwei Wochen vorlesungsfreie Zeit an. 😉

Bastelstunde mit Buck #2

Nachdem ich ja neulich schon mal über meine Lesezeichen-Bastelaktion berichtet hatte, habe ich mittlerweile noch ein paar mehr davon gemacht. Schließlich waren in meinem Kalender neben den Karten noch einige Notizseiten drin, die ich sowieso nie brauche. Aber auch die hatten auf der Vorderseite diese hübschen Motive und da ich einmal in Bastelstimmung war … 😉 Die Lesezeichen vom letzten Mal habe ich mangels Rückseiten kurzerhand zusammengeklebt, da die Motive ja jeweils zusammenpassten. Trotzdem habe ich sie jetzt doppelt, weil die Motive der Karten im Kalender noch ein zweites Mal auftauchten. Die anderen sind quasi Unikate. Hier und da fehlt allerdings noch ein passendes Band, die Farben sind teilweise nicht wirklich optimal. Eins der Lesezeichen hat schon ein neues Zuhause bei meinem Schatz gefunden. Es passte so schön zu seinem Buch und so muss er keine alten Fahrscheine mehr in seine Bücher stecken. 🙂

[REZENSION] Delphine de Vigan: »No & ich«

Delphine de Vigan No & ich Originaltitel: No et moi Droemer Knaur 1. Auflage, 2010 Taschenbuch Seiten: 272 ISBN: 978-3-426-50158-9 »Mitten in der Stadt gibt es diese unsichtbare Stadt. Diese Frau, die jede Nacht mit ihrem Schlafsack und ihren Taschen an derselben Stelle schläft. Auf dem Bürgersteig. Die Männer unter den Brücken und in den Bahnhöfen, die Leute, die sich auf Pappkartons legen oder auf einer Bank zusammenrollen. Eines Tages fängt man an, sie zu sehen. Auf der Straße, in der Metro. Nicht nur die, die betteln. Sondern die, die sich verstecken. Man bemerkt ihren Gang, ihre unförmige Jacke, ihren löchrigen Pullover. Eines Tages beginnt man sich für eine Gestalt, einen Menschen zu interessieren, stellt ihm Fragen, sucht nach Gründen und Erklärungen. Und dann zählt man. Die anderen. Zu Tausenden. Wie Symptome unserer kranken Welt. Die Dinge sind, wie sie sind. Aber ich glaube, man muss die Augen weit offen halten. Als ersten Schritt.« Lou ist dreizehn, hochbegabt und Einzelgängerin. Am liebsten beobachtet sie die Menschen und stellt dabei allerhand Theorien auf, um zu verstehen, …

Bastelstunde mit Buck

Nachdem ich in einem meiner letzten Beiträge ja schon von meinem neuen Taschenkalender für 2012 geschwärmt hatte, habe ich nun meine Ankündigung wahr gemacht und aus den vier beiligenden Karten ein paar hübsche Lesezeichen gebastelt: Das Ganze war so einfach, wie es aussieht und ging auch recht schnell. Die Karten in zwei Hälften schneiden – und das möglichst gerade, was nicht so meine Stärke ist – und begeistert darüber sein, was sich dadurch auf der Vorderseite für tolle Motive ergeben. Dann lochen und passende Bänder kaufen. Letzteres war das Schwerste an der Sache und eigentlich hatte ich es schon aufgegeben, aber am Ende habe ich durch Zufall dann doch noch welche entdeckt. Vermutlich werde ich die Rückseiten noch mit Tonpapier bekleben. Erstens werden die Lesezeichen dadurch noch ein bisschen dicker und stabiler und zweitens sind sie momentan auf der Rückseite grau und die Karten hatten unten einen aufgedruckten Schriftzug, den man jetzt natürlich nur noch zur Hälfte lesen kann. Die wichtigste Frage ist allerdings: Was mache ich jetzt mit acht neuen Lesezeichen? Ich lese so …

[REZENSION] Marie-Sabine Roger: »Das Labyrinth der Wörter«

Marie-Sabine Roger Das Labyrinth der Wörter Originaltitel: La tête en friche Hoffmann und Campe 1. Auflage, 2010 Hardcover Seiten: 207 ISBN: 978-3-455-40254-2 »Wörter sind wie Schachteln, in die man seine Gedanken einsortiert. Wobei eigentlich nicht die Verpackung zählen sollte, sondern das, was man reinsteckt. Es gibt wunderschöne Päckchen, wo nichts als Dreck drin ist, und andere, die ungeschickt verschnürt sind, aber wahre Schätze enthalten.« Germain, fünfundvierzig Jahre alt, ist das, was man als ‚liebenswerten Trottel‘ bezeichnet. Er hat weder einen Schulabschluss noch einen festen Beruf und als er zu Hause auszog, schaffte er es nur bis ans andere Ende des mütterlichen Grundstücks, wo er in seinem kleinen Wohnwagen lebt und im Garten Gemüse züchtet. Sein Leben ist vielleicht nicht das beste, aber es ist einfach. Bis er eines Tages beim Taubenzählen im Park die feinsinnige Margueritte kennenlernt. Die kultivierte Sechsundachtzigjährige bringt Germain die Anerkennung entgegen, die er noch nie erfahren durfte, und begeistert ihn für die Welt der Bücher. – Für Germain, der nicht besser lesen kann als ein Drittklässler und der den Worten nicht traut, …

NaNoWriMo – Ende

SOLL-Wortzahl: 45.000 IST-Wortzahl: 51.631 Normseiten: 211 Kapitel: 21 gemeuchelte Protagonisten: Einen. 🙁 Stimmung: Fertiiiiiiig! 🙂 Es ist vollbracht! 🙂 Eigentlich hatte ich gestern ja nur die nächsten zwei Szenen schreiben wollen, um die 48.000 Wörter zu erreichen, aber da danach noch so viel Tag übrig und meine Stimmung irgendwie passend war, schrieb ich kurzerhand auch noch die dritte und damit vorletzte Szene des Romans. Diese brachte mich auf 50.044 Wörter und damit schon ins Ziel. 🙂 Aber eine Szene vor dem Ende aufhören und heute nochmal anfangen? – Nein, das ging ja nun mal gar nicht. Deshalb machte ich nur eine mehrstündige Pause – Schließlich möchte Frau zwischendurch ja auch mal zumindest ein kleines bisschen spüren, dass sie eigentlich kein Singleleben mehr führt – und machte mich dann eine Stunde nach Mitternacht noch an die letzte Szene des Romans. Die lief dann auch wunderbar flüssig, spannt einen schönen Bogen zur ersten und die dicke Frau singt auch zum Abschluss. Extra für Schatz. 😛 Damit hatte der Roman heute Morgen kurz vor vier Uhr dann 51.631 …

Für die S(ch)atzkiste #15

»Zuneigung ist etwas, das in Verborgenen wächst. Sie schlägt einfach Wurzeln und wuchert dann Schlimmer als Quecken. Wenn es erst mal so weit ist, ist alles zu spät: Das Herz kann man schließlich nicht mit Unkrautfrei behandeln, um die Zärtlichkeit darin auszurotten.« (Marie-Sabine Roger: »Das Labyrinth der Wörter«)

Einkaufsbummel im November

Da ich gestern nur eine einzige Univorlesung am Morgen hatte, war danach ein bisschen Zeit, um Bummeln zu gehen. Irgendwie hatte ich da ganz plötzlich Lust zu. Und weil ich mich gerade vor dem Schreiben drücken will, werde ich einfach mal ein bisschen von meinen erstandenen Schätzen berichten. 😛 Zuerst mal habe ich mir einen Taschenkalender gekauft. Da sich das Jahr so langsam seinem Ende nähert und ich noch keinen neuen Kalender für nächstes Jahr hatte (und für die Uni auf jeden Fall einen brauche), habe ich bei dem Schmuckstück spontan zugegriffen. Mir fiel das hübsche Cover auf und außerdem hat der Kalender genau die richtige Größe, um ihn bequem auch mal in die Jackentasche zu stecken, wenn es schnell gehen muss. (Muss es bei mir öfter. Ahem.) Der Kalender hat einen Gummi zum Verschließen und im hinteren Teil eine Tasche, in der vier ebenfalls sehr schöne Karten zum Vorschein kamen. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich mit denen anfange. Vielleicht mache ich mir ein paar hübsche Lesezeichen für meine Sammlung daraus. Die …